Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Habil-Kapitel 1
Kapitel1.pdf (558,2 KB)  vom 31.01.2008

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Prof. apl. Dr. Sven Blankenberger
Martin-Luther-Universität
Institut für Psychologie

Telefon: 0345 - 55 24364

Raum 1.17.0
Emil-Abderhalden-Str. 26-27
06108 Halle (Saale)

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Prof. apl. Dr. Sven Blankenberger
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Institut für Psychologie
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Forschung

Verarbeitung auditiv tonalen Materials

Der aktuelle Schwerpunkt meiner Forschung liegt in der Wahrnehmung und Verarbeitung auditiv tonalen Reizmaterials, insbesondere auf den zugrundeliegenden Gedächtnisprozessen. In Zusammenarbeit mit Katrin Bittrich interessiert mich vor allem die Speicherung von Tönen im und der Abrauf aus dem Kurzzeitgedächtnis.

Mentale Arithmetik

fMRI-Aufnahme

fMRI-Aufnahme

Der Schwerpunkt meiner Forschung liegt im Bereich der mentalen Arithmetik, also Kopfrechnen. Hierbei geht es um die kognitiven Prozesse, die beim Lösen einfacher Aufgaben wie 3 + 4 oder 6 × 7 ablaufen. Untersucht werden in aller Regel Erwachsene, die rechnen können. Verwendung finden klassische experimentalpsychologischen Methoden. In erster Linie werden Lösungszeiten und Fehler erhoben.

Eine breitere Einführung in das Thema `mentale Arithmetik` gibt das einleitende Kapitel meiner Habilitationsschrift, welches als pdf-Datei zum download zur Verfügung steht (siehe rechts).

In verschiedenen Projekten und Arbeiten wurden zentrale Fragen der mentalen Arithmetik untersucht. So beschäftigten wir (Dirk Vorberg und Sven Blankenberger) uns mit der Frage, ob bei der Lösung arithmetischer Aufgaben immer eine einheitliche mentale Repräsentation der Operanden aktiviert wird, oder ob es darstellungsabhängige Repräsentationen gibt (DFG-Projekt Vo 212/3-1; Vorberg & Blankenberger, 1993;   Blankenberger & Vorberg, 1997).

Weiterhin habe ich untersucht, welche Ursachen es für den sog. Problemgrößen-Effekt gibt, also die Tatsache, dass `kleine` Aufgaben (z. B. 2 × 3) schneller und fehlerfreier gelöst werden können als große Aufgaben (z. B. 7 × 8) (DFG-Projekt Bl 475/1-1; Blankenberger, 2001a; Blankenberger, 2003).

Schließlich habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wieso sog. Tie-Aufgaben, also Aufgaben mit übereinstimmenden Operanden (z. B. 3 + 3, 4 × 4) schneller gelöst werden können als Non-Ties vergleichbarer Ergebnisgröße (Blankenberger, 2001b).

Visuelle Wahrnehmung unter Wasser

Aqualabor

Aqualabor

Jeder Tauchschüler lernt, dass Objekte unter Wasser ein drittel größer und ein viertel näher erscheinen, als sie tatsächlich sind. Ein Fisch von 60cm Länge in einem Meter Entfernung erscheint also wie ein 80cm-Fisch in 75cm Entfernung. Eine Betrachtung der physikalischen Gegebenheiten zeigt, dass dieses optische Phänomen nur näherungsweise gilt. Diese Näherung ist auch nur akzeptabel für nicht zu große Sehwinkel. Unabhängig von den physikalischen Gesetzmäßigkeiten muss natürlich noch lange nicht gelten, dass die wahrgenommene Größe und Entfernung diese exakt widerspiegelt. Genau dies wird von mir experimentell untersucht.

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