Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Hochschulambulanz (HSA) für Psychotherapie

Die “Hochschulambulanz für Psychotherapie“ (HSA) ist von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalts zur Durchführung von Psychotherapien im Richtlinienverfahren „Verhaltenstherapie“ bei Erwachsenen ermächtigt. Damit können besonders qualifizierte Studierende der Master-Ebene sowohl in der Psychotherapie als auch in der Neuropsychologie als Co-Therapeut/in bzw. -Diagnostiker/in erste praktische Erfahrungen sammeln.

Innerhalb des Richtlinienverfahrens werden in der HSA die in den wissenschaftlich begründeten Leitlinien vorgeschriebenen „kognitiv-behavioralen Interventionsmethoden“ durchgeführt. Es sind dieses u.a Standardmethoden wie zum Beispiel die „Konfrontationstherapien“, „Kognitiven Interventionen“ und „Selbstkontrolltechniken“. Hinzu kommen Neuropsychologische und Psychophysiologische Therapieverfahren (einschl. Biofeedback). Darüber hinaus werden im Forschungskontext Kurzzeit-Gruppenprogramme bei spezifischen psychischen oder somatischen Zustandsbildern durchgeführt.

Therapie bei primären psychischen Störungen

Durchgeführt werden die Psychotherapien vor allem bei den folgenden primären psychischen Störungen:

  • Angstzustände und Zwänge;
  • Depressive Erkrankungen;
  • somatisch-psychische Mischbilder („Somatoforme Störungen“);
  • Anpassungsprobleme an belastende Ereignisse;
  • Sucht- und Stresserkrankungen;
  • Schlaf-, Tic- und Sexualstörungen;
  • Dissoziativen Störungen;
  • Hirnorganischen Störungen, sowie
  • ausgewählten Persönlichkeitsstörungen.

Des Weiteren werden alle psychische Probleme behandelt, die als Sekundäre Störung einer körperlichen Fehlfunktion, wechselseitiges Geschehen von psychischen medizinischen Krankheitsfaktoren, unmittelbare Folge einer Hirnschädigung (u.a. Demenzsyndrome, Amnesien etc.), Bewältigungsproblem im Rahmen einer körperlichen Krankheit entstehen.

Spezialisierung

Eine besondere Spezialisierung besteht im Bereich der

  • Angst- und Zwangserkrankungen;
  • Konversions- und Somatoformen Störungen
  • körperlichen Erkrankungen wie den Parkinson- und Dystoniesyndromen
  • Demenzen und Amnesien
  • Bewältigungsproblemen bei körperlichen Erkrankungen
  • somato-psychischen Wechselwirkungen
  • unklaren psycho-somatischen Mischbildern

Gedächtnisambulanz

Ziel der Gedächtnisambulanz ist sowohl die Früherkennung von dementiellen Syndromen und als auch die Differentialdiagnostik leichter kognitiver Störungen. Die Abklärung subjektiv und/oder objektiv wahrgenommener Funktionsbeeinträchtigungen erfolgt durch eine neuropsychologische Testung.

Anmeldung:

  • telefonisch unter 0345 5524360: Dienstag und Mittwoch 9-12 Uhr
  • per E-Mail:

Ablauf:

  • ausführliches Eingangsgespräch: Schilderung der Beschwerden durch den Betroffenen und/oder Angehörige
  • neuropsychologische Testung von alltagsrelevanten Funktionen wie Aufmerksamkeit, Sprache, Wahrnehmung, Gedächtnis
  • Auswertungsgespräch: Rückmeldung über die Testung und ggf. Handlungsempfehlungen

Was muss mitgebracht werden?

  • Krankenkassenkarte
  • Zeit (Die Testung dauert ca. 2 Stunden)
  • ggf. Brille, Hörgerät
  • ggf. bisherige relevante Befunde

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