Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Lehre

Die Bachelorausbildung schließt mit dem „Bachelor of Science“ in Psychologie ab und beinhaltet für die Klinische Psychologie ein breites Grundwissen in Bezug auf die „Störungslehre“ und die Diagnostik psychischer Störungen. Damit sind die Absolventen/innen in der Lage, unter der Verantwortung eines/r leitenden Psychologen/in als Diagnostikassistent zum Beispiel in großen Klinken die dort routinemäßig eingesetzten diagnostischen Verfahren anzuwenden. Auch kann die Rolle als Co-Therapeut qualifiziert ausgeübt werden. Eigenverantwortliche Psychotherapie erfordert nach dem Psychotherapeutengesetz jedoch das Masterstudium. Erst dann darf die „postgraduale Ausbildung“ zum Psychologischen Psychotherapeuten/in begonnen werden. Eine Bachelorausbildung in Klinische Psychologie kann aber auch für Angehörige anderer Zielberufe nützlich sein (z.B. Fachjournalisten, Gesundheitsökonomen, Familen-/Strafrichter etc.)

Bachelorausbildung

Die Bachelorausbildung gliedert sich in ein Basis- und ein Aufbaumodul.

Das Basismodul beginnt im Wintersemester des 2. Studienjahres mit einer Vorlesung und Übung und wird im Sommersemester mit einem Seminar fortgesetzt:

  1. Vorlesung: „Erscheinungsbild, Klassifikation und Epidemiologie psychischer Störungen“
  2. Übung zur Vorlesung (Schwerpunkt: Diagnostik psychischer Störungen)
  3. Seminar: „Neuropsychologische Diagnostik“
    Diese Veranstaltung ist an die Gedächtnissprechstunde der Abt. für Klinische Psychologie angebunden. Dadurch kann jeder/e Studierende auf Wunsch an einer neuropsychologischen Befunderhebung zur Frage einer möglicherweise vorliegenden dementiellen Entwicklung oder einer ihrer unterschiedlichen Vorstadien teilnehmen.

Das Aufbaumodul beginnt im Wintersemester des 3. Studienjahres mit einer Vorlesung und wird im Sommersemester mit einer Übung und einem Seminar fortgesetzt:

  1. Vorlesung: „Störungsmodelle und Psychotherapie psychischer Störungen“
  2. Übung zur Vorlesung (Schwerpunkt: verhaltenstherapeutische Interventionsmethoden)
  3. Seminar: „Somatopsychologie“

Die Bachelorarbeit ist eine schriftliche Leistung mit einem kleinen empirischen Teil in Form einer oder mehrerer Fallstudien. Auch kleine Zwei-Gruppenvergleiche oder korrelative Designs können realisiert werden. Der Schwerpunkt der Bachelorarbeit liegt jedoch eindeutig auf der theoretischen Auseinandersetzung mit einem klinisch-psychologischen Phänomen, welches an einem empirischen Beispiel veranschaulicht wird. Dabei kommt im Wesentlichen die deskriptive Statistik zum Einsatz.

Masterstudium

Die Ausbildung im Masterstudium schließt mit dem „Master of Science“ in Psychologie ab (er entspricht in etwa dem früheren Diplom in Psychologie) und vertieft die Inhalte des Bachelorstudiums in Richtung auf die Schwerpunkte „klinische Somatopsychologie / Verhaltens­medizin“ und „Verhaltensneuropsychologie“. Der Masterabschluss berechtigt zur Aufnahme einer „Postgradualen Ausbildung“ in „Psychologischer Psychotherapie“ und qualifiziert für Leitungsfunktionen und/oder eine Tätigkeit in der Forschung.

Auch die Masterausbildung gliedert sich in ein Basis- und ein Aufbaumodul.

Das Basismodul liegt im Wintersemester des 1. Master-Studienjahres mit zwei Seminaren zur "Intervention":

  1. Seminar: „Psychopharmakologie“
  2. Seminar: „Psychotherapeutische Gruppenverfahren“

Das Aufbaumodul beginnt im Sommersemester des 1. Studienjahres mit

  1. einer Vorlesung zur „Verhaltensneuropsychologie/Somatopsychologie in der Neurologie“ und
  2. einem vertiefenden Seminar zu: "Verhaltensmedizinischen Interventionen in der Medizin". Im Wintersemester folgt:
  3. ein Seminar zur "Verhaltensdiagnostik" und
  4. ein Fallseminar.

In Kooperation mit dem Institut für Anatomie führt Herr Prof. Dr. Faramarz Dehghani für die Studierenden des Master-Aufbaumoduls in der Vertiefung Klinische Psychologie eine Hirnpräparation mit einem ausführlichen Bezug zur funktionellen Neuroanatomie durch.

In der Klinischen Psychologie wird viel Wert auf die Verknüpfung von Forschung und Therapie gelegt. Im „Projektmodul“ besteht die Möglichkeit, an einem der laufenden Projekte der Abteilung teilzunehmen. Dieses werden häufig Beobachtungsstudien sein, die an bestimmten klinischen Phänomenen über die Hochschulambulanz realisiert werden.

Die Masterarbeit ist eine schriftliche Leistung, die im Wesentlichen der früheren Diplomarbeit entspricht. Mit ihr soll eine umgrenzte, empirische Fragestellung im Sinne eines „Gesellenstücks“ bearbeitet werden. Dabei kommt es darauf an, eine klinisch-psychologische Fragestellung aus der bestehenden wissenschaftlichen Literatur heraus abzuleiten, sie in ein Forschungsdesign umzusetzen, die entsprechenden Hypothesen zu formulieren und Methoden auszuwählen oder anzupassen, die empirische Studie an größeren Kohorten von Probanden oder Patienten durchzuführen, die empirischen Daten deskriptiv sowie auch inferenzstatistisch auszuwerten und das Ergebnis vor dem Hintergrund der Literatur und der die Erhebung leitenden theoretischen Annahmen zu diskutieren.

Aktuelle Angaben zu den Lehrveranstaltungen

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